Dünne Gläser trotz hoher Sehstärke
Wer eine höhere Sehstärke hat, kennt die Sorge: Werden meine neuen Brillengläser dick oder schwer? Das muss heute nicht mehr so sein. Moderne Glasmaterialien und eine passende Fassung bieten viele Möglichkeiten, auch höhere Korrektionswerte ästhetisch und komfortabel umzusetzen. Entscheidend ist dabei nicht nur die Dioptrienzahl. Glasmaterial, Fassung, Glasdesign und die genaue Zentrierung spielen zusammen.
Warum werden Brillengläser bei hoher Sehstärke dicker?
Wie dick ein Brillenglas wird, hängt zunächst von der benötigten Korrektur ab.
- Bei Kurzsichtigkeit sind Minusgläser in der Mitte dünner und werden zum Rand hin dicker. Je stärker die Kurzsichtigkeit ausgeprägt ist, desto deutlicher kann deshalb der Glasrand werden.
- Bei Weitsichtigkeit sind Plusgläser dagegen in der Mitte dicker und werden zum Rand hin dünner.
Wie das fertige Glas später tatsächlich aussieht, lässt sich aber nicht allein anhand der Dioptrienzahl beurteilen.
Dünnere Gläser durch einen höheren Brechungsindex
Eine wichtige Rolle spielt der sogenannte Brechungsindex des Glasmaterials.
Je höher der Brechungsindex, desto stärker kann das Material Licht brechen. Dadurch lässt sich dieselbe Korrektionswirkung mit weniger Material erreichen und das Brillenglas kann dünner und leichter gefertigt werden. Moderne Kunststoffgläser sind in unterschiedlichen Brechungsindizes erhältlich. Rodenstock bietet beispielsweise Materialien mit Indizes von 1,50 bis 1,74 an.
Welcher Index sinnvoll ist, hängt von der individuellen Sehstärke und den Anforderungen an die Brille ab. Das dünnste verfügbare Material ist deshalb nicht automatisch für jede Person die beste Lösung.
Warum die Fassung bei hohen Dioptrien wichtig ist
Auch die Wahl der Fassung beeinflusst, wie dick ein fertiges Brillenglas wirkt. Gerade bei stärkerer Kurzsichtigkeit können kleinere Fassungen günstig sein, da weniger vom dickeren äußeren Bereich des Minusglases benötigt wird. Ebenso spielt eine Rolle, wie die Augen innerhalb der Fassung positioniert sind.
Für das spätere Ergebnis sind deshalb unter anderem wichtig:
- Größe und Form der Fassung
- individuelle Sehstärke
- Position der Augen in der Fassung
- Glasmaterial und Glasdesign
- präzise Zentrierung
Die Fassungswahl sollte bei höheren Dioptrien deshalb nicht völlig losgelöst von den späteren Brillengläsern erfolgen.
Auch das Glasdesign macht einen Unterschied
Neben dem Material können moderne Glasdesigns dazu beitragen, Brillengläser flacher und ästhetischer zu gestalten. Asphärische Brillengläser werden beispielsweise anders berechnet als klassische sphärische Gläser und können insbesondere bei stärkeren Korrektionswerten eine dünnere und flachere Bauweise ermöglichen.
Welche Variante sinnvoll ist, hängt wiederum von der individuellen Sehstärke, der Fassung und den persönlichen Anforderungen ab.
Nicht einfach das dünnste Glas wählen
Bei einer Brille mit höherer Sehstärke geht es nicht darum, um jeden Preis das dünnste verfügbare Brillenglas einzusetzen. Glasmaterial, Gewicht, optische Eigenschaften, Fassung und Tragekomfort sollten gemeinsam betrachtet werden. Eine gute Lösung entsteht deshalb immer aus der Kombination mehrerer Faktoren – und nicht aus einer einzelnen Zahl auf dem Brillenpass.
Brille bei hoher Sehstärke in Kufstein
Auch bei höheren Dioptrien gibt es heute viele Möglichkeiten für moderne, leichte und optisch ansprechende Brillen. Bei Optik Feistmantl werden Sehstärke, Brillengläser und Fassung gemeinsam betrachtet, damit die einzelnen Komponenten möglichst gut zusammenpassen. So entsteht eine Brille, die nicht nur gutes Sehen ermöglicht, sondern sich auch angenehm trägt.
Wir freuen uns auf deinen Besuch in unserem Geschäft im Inntalcenter in Kufstein!
Finde hier weitere unserer Beiträge:


